#12 Die eigene Stimmung und die des Teams im Blick behalten

DAS BRINGT`S

Veränderte Rahmenbedingungen sind zwar ein team-externer Faktor, dennoch können und werden sie gruppendynamische Prozesse auslösen.

Die geübte soziale Ordnung gerät durcheinander, Stress löst Stress aus und irgendwie ist alles gar nicht mehr so harmonisch, wie vor dem Wechsel in die überwiegend virtuelle Welt.

Verwunderlich ist das alles nicht und daher möchten wir Euch hier aufzeigen, wie Ihr die Gruppendynamik analysieren und Euch und Euer Team wieder „auf Spur“ bringen könnt.

SO GEHT´S

Zur Betrachtung der Situation könnt Ihr das Teamrad nach Tuckman benutzen. Tuckman zeigt in seinem Modell vier Phasen auf, die jede Gruppe auf dem Weg zur Teambildung durchläuft.

Die Kreisdarstellung soll dabei aufzeigen, dass es sich nicht um einen statischen Prozess handelt, sondern dass Teams durchaus zwischen den Phasen springen können, je nachdem, wie einschneidend die einwirkenden Veränderungen oder Impulse sind.

In jeder Phase der Teamentwicklung habt Ihr als Führungskraft die Möglichkeit, den Prozess durch geeignete Maßnahmen und Euer Handeln positiv zu beeinflussen.

Wenn Ihr merkt, dass es in Eurem Team anfängt zu „ruckeln“, könnte es sein, dass Ihr wieder in einer Phase des Stormings gelandet seid. Dann ist es wichtig, für Orientierung zu sorgen und entstandene Konflikte aktiv und konstruktiv anzugehen. Es ist die Zeit, wo Ihr enger an Eure Mitarbeiter heran rückt, um unterschiedliche Bedürfnisse und Interessen zu ergründen und zu versuchen, sie fair gegeneinander abzuwägen.

Es gilt, einen möglichst zügigen Übergang in die Phase des Normings zu unterstützen, um gemeinsam mit dem Team wieder ein stabiles Gefüge zu entwickeln.

DARAUF SOLLTEST DU ACHTEN

Veränderungen und die daraus entstehende Gruppendynamik lösen viel Frust aus. Lasst Euch davon nicht entmutigen und versucht, zusammen mit Eurem Team an den Chancen zu arbeiten, die sich in der veränderten Lage ergeben.

Auch hier hilft, wie so oft, Offenheit und Transparenz: nutzt das Modell doch gemeinsam mit Eurem Team. Es kann auch sehr entlastend sein, zu sehen, dass Ihr nicht alleine mit den Schwierigkeiten seid, sondern der Dynamik eine gewisse Normalität innewohnt.

Wer war denn noch nie mit einer Gruppe gemeinsam im Urlaub und hat den verflixten dritten oder vierten Tag erlebt … eben!

Ach ja, und nutzt doch auch die anderen Hacks, um Euch Ideen fĂĽr Eure Teamentwicklung zu holen (z.B. Check in, Check out).

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